Mit Kundenbindung zu einer 6000 Leser starken E-Mail-Liste: Mike Lekies im Interview

Mrz 25, 2010  |  under E-Mail-Marketing, Geld verdienen im Web  |  by mcarla

Nachdem ich ja zuletzt ein Interview mit Tobias Knoof geführt habe, der vielen als einer der Internet-Marketer Deutschlands bekannt ist, habe ich heute das Vergnügen ein Interview mit Mike Lekies zu führen.

mike-lekiesZusammen mit Andrea Jülichs betreibt er den Blog Telefonart. Er ist der Drahtzieher hinter den Kulissen. Er kennt die Herausforderungen im Verkauf in allen Einzelheiten. Er ist der Spezialist für den erfolgreichen Kundenabschluss, der technische Kopf für alle Belange von TelefonArt.

Wie lange habt Ihr gebraucht diese Liste so aufzubauen?

Los ging es vor zweieinhalb Jahren. Damals allerdings noch sehr schleppend. Die Hälfte unserer bald 6.000 Leser ist erst in den letzten 10 Monaten dazu gekommen. Ob man diese Liste nun als umfangreich bezeichnen kann, weiß ich nicht. Ich persönlich finde diese Zahl für unser doch sehr spezielles Thema ganz in Ordnung.

Doch viel wichtiger als die reine Größe des Verteilers ist für mich die Beziehung zu den Lesern. Hat man die aufgebaut, kann man mit 500 Lesern durchaus erfolgreicher sein als jemand, der beispielsweise 10.000 Einträge in seiner Liste hat.

Welche Fehler sollte ich unbedingt vermeiden?

  1. Ungeduld. Das Internet hat den großen Vorteil, dass sich vieles schneller umsetzen und auswerten lässt als in der „realen“ Welt. Angebot und Nachfrage kommen schneller zusammen. Theoretisch. Denn auch eine Geschäftsbeziehung im Internet ist nichts anderes als eine Beziehung zwischen zwei Menschen. Die Basis für eine gute Beziehung ist Vertrauen. Und der Aufbau von Vertrauen benötigt Zeit.
  2. Nur auf die Zahlen achten. Natürlich ist es schön, wenn beispielsweise die Besucherzahlen steigen. Doch dabei wird oft vergessen, dass vor dem Bildschirm ein Mensch sitzt, der sich persönlich angesprochen fühlen will.
  3. Zulange an Dingen festhalten, die nicht funktionieren. Ich habe noch keinen Tipp gelesen, der sich allgemeingültig umsetzen lässt. Jedes Land, jede Branche, jede Zielgruppe hat seine/ihre Besonderheiten. Da hilft nur testen, testen, testen. Nur so kann man herausfinden, was bei einem selbst am besten funktioniert.

Wer waren Deine Lehrmeister bzw. Mentoren, wen kannst Du uns empfehlen?

Mentoren im herkömmlichen Sinn habe ich leider keine. Aber da wir zu zweit sind, sind wir uns auch irgendwie gegenseitig Mentor. Ich meine, wenn man jemanden hat, mit dem man gemeinsam am selben Strang zieht, mit dem man die gleichen Ziele teilt, auf den man sich 100%ig verlassen kann und von dessen Erfahrungen und Ideen man selbst profitieren kann, ist das das Beste, was ich mir vorstellen kann.

Ihr bietet ja auf Telefonart Video-Workshops an und auch Euer kostenloses Angebot besteht aus Videosequenzen – ist Video das Medium der Zukunft im Internetmarketing?

Nein, Video ist das Medium der Gegenwart. Ich meine, schau Dir nur mal den Erfolg der ganzen Video-Plattformen wir YouTube, Sevenload usw. an.

Der große Vorteil von Videos liegt für mich als Anbieter darin, dass ich Inhalte anders präsentieren kann, als das beispielsweise in einem E-Book möglich ist. Zudem werden bei einem Video mehrere Sinneskanäle angesprochen, was sich beim Nutzer positiv auf die Lernerfahrung auswirkt.

Wichtig ist auch, dass Videos heute auf nahezu jedem Computer abgespielt werden können, die Erstellung dank ausgereifter Software relativ einfach und das Equipment preiswert ist.

Wenn man das alles zusammenrechnet, ist es eigentlich sehr verwunderlich, dass im geschäftlichen Umfeld nicht viel mehr Unternehmen Videos einsetzen.

Aber letztlich sollten die Möglichkeiten von Videos über eines nicht hinwegtäuschen: Wer von Marketing keine Ahnung hat, dem werden auch Videos nicht weiterhelfen. Selbst wenn diese technisch noch so anspruchsvoll gestaltet sind.

Ein weiterer Trend ist momentan Twitter, auch Du bist aktiv dabei. Wie hilft Dir Twitter Eure Liste zu erweitern?

Der große Vorteil von Twitter ist die direkte und zugleich öffentliche Kommunikation mit anderen Nutzern. Man hat damit auf einer sehr persönlichen Ebene ein Ohr am Markt.

Und genau das ist auch unser Ziel in Twitter: Trends frühzeitig erkennen.

Das Ziel, durch Twitter auch die Anzahl unserer Newsletter-Leser zu erhöhen, hatten wir in der Form nicht, da unserer Zielgruppe nur zu einem kleinen Teil auch auf Twitter aktiv ist.

Dennoch können wir durch Twitter einen Anstieg unserer Besucherzahlen registrieren und den einen oder anderen Kunden haben wir so auch schon gewonnen.

Das Ziel meines Blog ist es, 1000 € Umsatz nach sechs Monaten zu erreichen. Ist das ein Ziel, dass aus Deiner Sicht erreichbar ist?

Wenn zu diesem Ziel auch ein konkreter Plan gehört, ist das bestimmt zu schaffen. Um das wirklich einschätzen zu können, fehlen mir jedoch die Details.

Was ich glaube, spielt auch keine Rolle. Wenn Du davon überzeugt bist, dass es möglich ist, dann ist es möglich.

Wichtig ist dabei, dass Du immer auf die Fragen und Probleme Deiner Leser achtest und Dir genau überlegst, wie Du ihnen helfen kannst.

Wenn Du in drei Sätzen sagen solltest, wie wir digitale Infoprodukte an den Kunden bringen können, welche wären das?

Finde heraus, bei welchen Problemen Du den Kunden helfen kannst. Baue eine Beziehung zu Deinen Kunden auf. Gebe mehr als Du nimmst.

Mike vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview!

Hier weitere Informationen zu Telefonart:

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Gruß Mario

PS: Weitere Interviews folgen…

COMMENTS

  1. Leonie Walter März 25, 2010 18:32

    Sehr schöne Aussage: “Wer von Marketing keine Ahnung hat, dem werden auch Videos nicht weiterhelfen. Selbst wenn diese technisch noch so anspruchsvoll gestaltet sind.” Das stimmt, und trifft auch noch auf soooo viele andere Bereiche zu. Pressearbeit zum Beispiel, mein Thema :-) Wichtig ist es dann, sich einen Experten an Bord zu holen, damit die Aktivitäten auch irgendwann zum Erfolg führen.

    Ein interessantes Interview mit Euch beiden!
    Viele Grüße,
    Leonie

  2. mcarla März 28, 2010 15:42

    Hallo Leonie,

    zu einer guten Strategie gehört es auch sich darüber klar zu werden, was kann und will ich selber machen und wo sollte ich mir besser Hilfe von außen holen. Allerdings ist das für vielen Unternehmer und Unternehmerinnen gar nicht so einfach, loszulassen. Aber wenn es dann gelingt, ist es wie ein Befreiungsschlag!

    Viele Grüße

    Mario

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