Sieben Fragen an: Monika Birkner

Sep 17, 2009  |  under Digitale-Infoprodukte, Geld verdienen im Web  |  by

Wie bereits gestern angekündigt, ist es mir gelungen einige Coaches und Berater zu gewinnen, ein Interview zu geben oder einen Gastartikel auf meinem Blog zu schreiben.

Den Anfang macht heute Monika Birkner. Sie ist Coach und Buchautorin, deren

… Coaching- und Consultingleistungen richten sich an Unternehmer, die den Aufstieg in eine neue Liga, den Eintritt in eine neue Zone, den Wachstumssprung auf ein neues Niveau anstreben. Idealerweise sind es Menschen, die dabei Spirit & Profit stärker miteinander verbinden wollen.

Im Interview habe ich mit Ihr darüber gesprochen, wie Sie Ihr Wissen und ihre Talente auch im Web zur Verfügung stellt und sich so ein zusätzliches Einkommen generiert hat.

Von Hause aus machen Sie ja Coachconsulting for Growth, Transition and Transformation? Wie kamen Sie auf die Idee ihr Angebot um digitale Produkte zu ergänzen?

Mit digitalen Produkten, ich nenne sie Coachingprodukte, befasse ich mich
schon längere Zeit. Ich halte sie für die natürlichen Weggefährten eines
Coaches. Wichtige Gründe dafür habe ich vor einiger Zeit in meinem Blog
dargelegt.

Kurz zusammengefasst: Coachingprodukte dienen den Klienten wie dem Coach.
Für die Klienten bieten sie zusätzliche Informationen und/oder einen anderen Zugangsweg. Außerdem können damit auch Klienten mit schmalem Budget vom Coaching profitieren. Solche Produkte eignen sich außerdem gut als Einstiegsprodukte, um einen Coach besser kennen zu lernen, bevor man sich zu einer längerfristigen persönlichen Zusammenarbeit entschließt.

Die Vorteile für den Coach sind u.a., dass er sein Wissen systematisch zur
Verfügung stellen kann, statt nur punktuell auf das Anliegen des Klienten zu
reagieren; dadurch kann er sich besser als Experte positionieren und gleichzeitig durch zusätzliche Einnahmequellen sein Geschäftsmodell stabilisieren.

Das Problem der meisten Coaches ist, dass sie zu einseitig auf die fachliche
Qualifikation schauen und die Business-Aspekte vernachlässigen. Natürlich

ist die fachliche Qualifikation eine Basisvoraussetzung. Doch der entscheidende Hebel für langfristigen Erfolg liegt im Geschäftsmodell. Coachingprodukte sollten in keinem Coaching-Geschäftsmodell fehlen.

Wer sind ihre Lehrmeister, Mentoren gewesen? Können Sie jemanden empfehlen?

Seit jeher habe ich mich für neue Trends interessiert, viel gelesen, (Tele-) Seminare besucht etc. und mich in dem Zusammenhang auch mit den Entwicklungen in den USA befasst. Dort ist Coaching als Business schon viel weiter als hierzulande. Und auch in Bezug auf digitale Produkte gibt es dort einen beträchtlichen Vorsprung. Besonders viel gelernt habe ich unter anderem von Jay Abraham, Dan Kennedy und Bill Glazer, Alex Mandossian, Joe Vitale, Milana Leshinsky, Andea J. Lee, dem verstorbenen Thomas J. Leonard, Michael Port und anderen, die ich hier nicht alle nennen kann.

Mittlerweile ist auch auf dem deutschen Markt einiges in Gange, wie Ihr neues Blog beweist. Auch die Aktivitäten von Tobias Knoof finde ich sehr interessant.

In ihrem neuen Angebot “Erfolgreich wie nie zuvor” bieten Sie neben einem Coaching-Programm auch verschiedene Boni an, so unter anderem einen kostenlosen Schnuppermonat in ihrem neuen Abo-Programm “Commitment Club”, das ab Herbst startet. Das ist ja die klassische Vorgehensweise des Upsells, also des zusätzlichen Verkaufs eine Produktes, dass uns dann noch mehr Vorteile bringt. Ist in diesem Zusammenhang noch mehr geplant?

Den Commitment Club sehe ich – ebenso wie digitale Produkte – aus verschiedenen Perspektiven, nämlich einmal aus der des Coachingklienten und zum anderen aus der Perspektive des Coaches.

Mein Ziel ist, dass meine Klienten nachhaltig erfolgreich werden. Wie kann ich das am besten gewährleisten? Das ist die Frage, die mich immer wieder umtreibt.

In den letzten Jahren habe ich mit einer Reihe von innovativen Modellen und verschiedenen Medien Erfahrungen gesammelt. Das neue Angebot “Erfolgreich wie nie zuvor” geht noch weiter. Es ist sozusagen ein virtueller Coach. Der Klient erhält neben einem Workbook 5 von mir besprochene Audiocoachings, die er regelmäßig im Alltag hören kann.

Der Commitment Club ist die logische Ergänzung, um darüber hinaus wöchentlich neue Impulse zu liefern und so den Wachstumsprozess in Gang zu halten. Die Klienten erhalten durch das neue Angebot für minimalen Aufwand maximale Möglichkeiten der geschäftlichen und persönlichen Entwicklung. Coaching ist damit für jeden erschwinglich. Erfolg ist damit für jeden machbar.

Für den Coach bedeutet so ein Modell, dass er mit demselben Zeitaufwand
wesentlich mehr Klienten erreichen kann, also einen positiven
Leverage-Effekt hat, und einen Kontinuitätseffekt. Es geht also auch wieder
um das Geschäftsmodell.

Was weitere Planungen betrifft: Ich kann mir noch vieles vorstellen, das
weitere Win-Win-Situationen für die Klienten wie für den Coach schafft.
Einiges ist auch schon konkret in Vorbereitung. Doch die Details sind heute
noch nicht spruchreif.

Die technische Umsetzung dieser Ideen benötigt ja einiges an Know How im Bereich Webdesign, -Programmierung etc. machen Sie das alleine oder haben Sie diese Tätigkeit an andere delegiert. Wenn ja, wie sind ihre Erfahrungen, worauf sollten meine Leser achten, wenn Sie etwas ähnliches vorhaben?

Die Technik wird manchmal überschätzt. Obwohl ich von Haus aus kein
besonderes Faible für Technik habe, habe ich mir mittlerweile einiges an
Wissen und an Tools angeeignet.

Auf der anderen Seite bin ich eine Anhängerin des Gedankens, dass man sich
auf seine Kernkompetenzen konzentrieren soll. Daher arbeite ich mit
bewährten Partnern in technischen Angelegenheiten zusammen.

Worauf sollten Ihre Leser achten? Wichtig ist, ein möglichst genaues
Anforderungsprofil zu erstellen. Dieses sollte die Aufgaben enthalten, die
zu lösen sind, aber auch weitere Voraussetzungen, die ein Partner erfüllen
sollte, damit die Zusammenarbeit fruchtbar wird.

An meinen Partnern beispielsweise schätze ich besonders, dass sie auf der
einen Seite auf meine Ideen eingehen und dafür schnelle, gute und
kostengünstige Lösungen finden. Gleichzeitig zeigen sie mir, was sonst noch
möglich ist und bringen mich auf neue Ideen. Diese Art der Zusammenarbeit
finde ich sehr fruchtbar.

Generell empfehle ich, bei der Auswahl von Partnern neben der fachlichen
Qualifikation auch auf die persönliche “Chemie” zu achten und auch darauf,
dass die Partner den eigenen professionellen Standards entsprechen, zum
Beispiel in Bezug auf Termintreue, Zuverlässigkeit, Qualität etc. Am besten
testet man das in einem Pilotprojekt.

Wenn es um Partner in technischen Fragen geht, ist auch wichtig, dass man
miteinander kommunizieren kann. Gerade wenn es um technische Dinge geht,
muss der Partner in der Lage sein, etwas so zu erklären, dass man es als
Laie versteht, und zwar ohne jede Spur von Herablassung seitens des
Experten.

Das Ziel dieses Blog ist es ja stetig mindestens 1000 Euro Umsatz zu fahren – wie sind Ihre Erfahrungen dazu, ist das möglich?

Um eine solche Zielsetzung zu realisieren, bedarf es bestimmter Voraussetzungen. Es braucht dazu Angebote, die den Nerv der Kunden treffen und das richtige Preisgefüge haben. Es braucht dazu eine hinreichend große Liste von Kunden und Interessenten. Das ist ja auch ein Thema, mit dem Sie sich hier aktuell im Blog befassen. Allerdings kommt es nicht nur auf die Größe der Liste an, sondern noch mehr darauf, dass es sich wirklich um echte Interessenten an Ihrem Angebot handelt. Und es bedarf außerdem des beständigen Marketings. Die Betonung liegt dabei auf “beständig”.

Viele Menschen träumen vom schnellen Erfolg, sozusagen “über Nacht”. Doch wenn man erfolgreiche Menschen beobachtet, zeigt sich, dass diese sehr diszipliniert und regelmäßig etwas dafür getan haben und auch weiterhin tun, egal, was sie schon erreicht haben. Regelmäßiges und vielfältiges Marketing gehört auf jeden Fall dazu.

Frau Birkner Sie haben ja schon seit einiger Zeit digitale Infoprodukte im Angebot – vertreiben Sie diese ausschließlich über Ihre Website oder nutzen Sie auch andere Kanäle zum Beispiel ein Affiliate-Programm?

Bisher nutze ich noch kein Affiliate-Programm, kann mir das aber für die Zukunft durchaus vorstellen.

Wenn Sie in drei Sätzen sagen sollten, wie wir digitale Infoprodukte an den Kunden bringen können, welche wären das?

Hier möchte ich noch einmal auf Punkt 5 verweisen; alle genannten Elemente müssen zusammenspielen: das passende Produkt für die gewählte Nische, eine
umfangreiche Liste echter Interessenten, regelmäßiges und vielfältiges Marketing. Außerdem muss der Verkaufsprozess möglichst einfach und vertrauenerweckend gestaltet sein. Testimonials und Geld-zurück-Garantien haben sich dabei als sehr förderlich erwiesen.

Frau Birkner, vielen Dank für das Interview.

Sie wollen mehr wissen?

Hier eine kleine Liste mit Links zu den von Frau Birkner genannten Vorbildern.

Jay Abraham http://www.abraham.com/
Dan Kennedy und Bill Glazer http://www.dankennedy.com/
Alex Mandossian http://www.alexmandossian.com/
Joe Vitale http://www.mrfire.com/
Milana Leshinsky http://milana.com
Andea J. Lee http://www.andreajlee.com/blog/
Dem verstorbenen Thomas J. Leonard http://www.bestofthomas.com/blog/
Michael Port http://www.michaelport.com/

COMMENTS

  1. Coach Henri September 21, 2009 10:01

    Sehr gutes Interview! Ich kenne Frau Birkner schon länger, auch ihre Bücher. Grundsolide und absolut empfehlenswert. Sie praktiziert auch, was sie verkündigt und entwickelt sich stetig weiter.

  2. mcarla September 21, 2009 10:52

    Hallo Henri,

    freut mich, das das Interview gefällt. Ich bin auch sehr glücklich darüber, das Frau Birkner es mir gegeben hat. Ja, ich verfolge ebenfalls ihr Entwicklung und bin natürlich auch von Ihren Aktvitäten in Richtung Coachingprodukten (wie sie die Infoprodukte nennt) begeistert.

  3. [...] Anlässlich meiner neuen Coachingprodukte hat mir Mario Carla sieben Fragen gestellt. Vor wenigen Tagen erschien das vollständige Interview in seinem Blog. [...]

  4. Petra Schuseil September 24, 2009 15:17

    Hallo Mario, mit großem Interesse habe ich das Interview gelesen. Auch ich schätze Frau Birkner sehr und denke ich bin auf einem guten Weg … Schritt für Schritt wie sie sagt … zuverlässig und andauernd dran bleiben … Dank Dir werde ich mein erstes Online-Experiment wagen. Interessant finde ich Frau Birkner’s Blick Richtung Amerika, wo Coaching ein etablierter Begriff ist. Ich werde mal auf die Links klicken, die Du unter das Interview eingefügt hast. Danke für diesen Service, das ist sehr hilfreich. Viele Grüße. Petra

  5. mcarla September 24, 2009 16:03

    Hallo Petra,

    freut mich, dass das Interview dir gefallen hat. Ja der Ansatz von Frau Birkner ist mir ebenfalls sehr sympathisch…
    Viele Grüße
    Mario

  6. Von erfolgreichen Blogs lernen Oktober 30, 2009 12:32

    [...] es so, dass sehr viele gute Internet-Marketer und Blogger aus dem englischen Sprachbereich kommen. Monika Birkner hat ja in Ihrem Interview auf meinem Blog schon einige ihrer Lehrmeister [...]

  7. Morgen im Interview – Robi Lack April 7, 2010 14:39

    [...] Monika Birkner [...]

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