Auf dem Weg zum “richtigen” Preis?
Welches ist der “richtige” bzw. “angemessene” Preis für meine Dienstleistung? Diese Fragen stellen wir uns als Unternehmer, Selbstständiger oder Freiberufler immer wieder. Zur Berechnung des Preises gibt es mehrere Methoden.
Die betriebswirtschaftlich sinnvolle Methode
Den Preis eines Wirtschaftsgutes zu kalkulieren ist zunächst einmal recht einfach. Wir erstellen eine Liste aller Kosten, die wir haben. Zu der addieren wir dann den Gewinn und berechnen so den tatsächlichen Preis, den wir für unsere
Dienstleistung haben müssen, um davon leben zu können.
Per decreto del mufti
Natürlich gibt es auch die unter uns (glücklich oder nicht das können Sie wohl nur selbst einschätzen), die einer
Gebührenordnung unterliegen und somit das abrechnen, was ihren vorgegebenen Sätzen entspricht.
Die Marktmethode
Es soll ja durchaus auch Preise für Dienstleistungen geben, die legen nicht wir fest, sondern der Markt.
Pi mal Daumen
Dann gibt es natürlich auch diejenigen unter uns, die einfach eine Zahl aus dem Bauch heraus nennen und mehr oder weniger gut damit fahren. So hatte ich mal einen Trainerkollegen, der wirklich ein ausgewiesener Experte im Bereich SQL-Datenbanken war, aber leider von Preisen keine Ahnung hatte. Um in den Markt zu kommen und weil er noch durch das Arbeitsamt gefördert wurde verkaufte er seine Dienstleistung für die Hälfte dessen, was andere Trainer nahmen.
Wie die Geschichte ausgegangen ist? Na wie wohl? Als er dann keine Förderung mehr bekam, merkte er das er nur noch im Auto übernachten und im städtischen Schwimmbad duschen konnte. Daraufhin klagte er seiner Hauptkundin sein Leid. Und hat Sie seinen Tagessatz erhöht? Natürlich nicht!
Ein anderer Kollege sagte: Ok, als Angestellter habe ich 2800 Euro Brutto verdient, jetzt müssen es 5100 Euro Umsatz pro Monat sein. Wie er darauf gekommen ist? Nun er hat einfach 50% auf sein Bruttoeinkommen aufgeschlagen und dann 500 Euro abgezogen. Das er dann bei 10 Tagen pro Monat 510 Euro pro Tag und 63,75 pro Stunde nehmen muss, war ihm der sich als Webdesigner mit wenig Berufserfahrung selbstständig machen wollte, wohl nicht so ganz bewusst.
Wir lassen den Kunden entscheiden
Von dieser Methode habe ich das erste Mal im Zusammenhang mit einem Pariser Restaurant gehört, die Gäste durften wählen, was sie für die Leistung der Küche und des Services bezahlen wollten. Ähnliches habe ich bei meiner Stamm-Mittagsgaststätte erlebt. Hier durfte ebenfalls der Kunde einen Monat lang entscheiden, was er/sie bezahlen wollte.
Eine weitere Variante beschreibt Caya Ersfeld in Ihrem Gastbeitrag zur Blogparade des Telefonart-Blogs.
Durch Testen
Eine Variante der Methode den Kunden entscheiden lassen – Die Methode, die sicherlich eine der spannendsten Methoden ist, ist die Preise zu testen. Wir geben nicht einen vor sondern zwei, drei oder vier und fragen dann unsere potentiellen Kunden, was sie bereit sind zu zahlen. Dazu müssen wir natürlich geeignete Testfelder haben. Hier hilft uns das Web 2.0 mit Blogs, Twitter usw. Denn nichts ist einfacher als eine Umfrage per Blog oder Twitter zu starten, um seine Kunden zu fragen, was Sie für unser Produkt bezahlen würden.
So sind wir dann auf dem Weg zum “richtigen” bzw. “angemessenen” Preis.
Dies ist mein Beitrag zur Blogparade Preisstrategien – Preise finden, optimieren und verhandeln”.

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog. Mein Name ist Mario Carla, ich bin IT-Trainer und -Berater. Hier in diesem Blog berichte ich von meinen Erfahrungen mit Geld verdienen im Netz.


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